Ein Blick hinter die Kulissen der Ausstellungen zum Staatsvertragsjubiläum
| Das österreichische
Jubiläumsjahr 2005 ist offenkundig zu einer Erfolgsstory geworden:
Das Kalkül der offiziellen Gedächtnispolitik scheint aufgegangen
zu sein, die Inszenierung des Staatsvertragsjubiläums - die anderen
historischen Bezugspunkte 1945 bzw. 1995 sind deutlich im Hintergrund
geblieben - haben jene patriotischen Jubelfeiern evoziert, die Kritiker
bereits im Vorfeld befürchtet haben. Der Nachkriegsmythos vom
Freiheitskampf eines kleinen Volkes gegen übermächtige Kräfte,
die Darstellung der Zweiten Republik als Erfolgsstory hat sich als
re-inszenierbar erwiesen. Kritische Stimmen, die vor allem in der
Anfangsphase medial präsent waren, fanden über das Jahr
betrachtet nur wenig Resonanz. In unzähligen Berichten und vor
allem Bildern wurde der Gedächtnisort Staatsvertrag - untrennbar
verknüpft mit Leopold Figls "Österreich ist frei"
- im öffentlich-kollektiven Bewusstsein verankert. |
Heidemarie Uhl /
eForum zeitGeschichteImpulstext:
2005 als museale Inszenierung - eine Erfolgsstory?
Ein Blick hinter die Kulissen der Ausstellungen zum Staatsvertragsjubiläum
"Das neue Österreich"
Die Ausstellung zum Staatsvertragsjubiläum 1955/2005
Österreichische Galerie Belvedere 16. Mai bis 1. November 2005
Ein gemeinsames Vorhaben der Republik Österreich, der Stadt Wien und privater Sponsoren
Homepage: Das neue Österreich
Nicole L. Immler
Beitrag Ein Plädoyer
Jede Ausstellung ist nur so gut wie ihre Vermittlung Johanna Grützbauch
Beitrag Staatsvertragsschauen im Belvedere
Überblicksführungen in der Ausstellung "Das neue Österreich“ – ein ErfahrungsberichtBarbara Lenz
BeitragDas neue Österreich
Vermittlungsprogramme für Schulklassen
"Österreich ist frei!"
1955-2005: 50 Jahre Staatsvertrag
Ausstellung des Landes Niederösterreich in Zusammenarbeit mit dem Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung
15. April 2005 bis 1. November 2005
Homepage: Österreich ist frei!
Wolfram Dornik und Peter Fritz
Beitrag "Österreich ist frei!"
Innenansichten in Konzeption und Rezeption der Schallaburg-Ausstellung 2005
"Jetzt ist er bös, der Tennenbaum"
Die Zweite Republik und ihre Juden
Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Wien
20 . April 2005 bis 4. Juli 2005
Homepage: Jüdisches Museum Wien
Hannah Landsmann
Beitrag Österreich ist, wenn es richtig weh tut
Reflexionen und Reaktionen zur Ausstellung: "Jetzt ist er bös, der Tennenbaum. Die Zweite Republik und ihre Juden"