In diesem Beitrag möchte ich der Frage nach Gedächtnisorten und der Konstruktion
von Erinnerungskulturen im Internet - genauer gesagt auf Websites - nachgehen.1
Ich versuchte dabei, mich anhand von quantitativen und qualitativen Methoden folgenden
Fragestellungen anzunähern: Kann man bei Websites überhaupt von Gedächtnisorten
oder Erinnerungsorten sprechen? Wenn das zutrifft: Orientiert sich die Kultur
der Erinnerung an traditionellen oder an neu entwickelten Mustern? Was sind die
wesentlichen Charakteristika bei der Erinnerung von Nationalsozialismus und Holocaust
auf österreichischen Websites? Lässt sich die "virtuelle" Erinnerung in die
bisher vorherrschende Mischung aus Verdrängen und Erinnern des Nationalsozialismus
und Holocaust in der österreichischen Öffentlichkeit einordnen? Wie wirken sich
Globalisierung und Digitalisierung auf die Erinnerung des "Zivilisationsbruches
Auschwitz"2 aus?
Die Methode
Bevor ich näher auf diese Fragestellungen eingehe, möchte ich einige Anmerkungen
zur angewendeten Methode machen: Zum einen habe ich versucht, einen Großteil der
im Internet zu findenden österreichischen Ressourcen zur Zeitgeschichte zu erfassen.
Damit sind Websites und einzelne Pages gemeint, die sich der österreichischen
Geschichte im 20. Jahrhundert widmen. Andere Anwendungen in Zusammenhang mit dem
Internet, wie FTP, E-Mail, Filesharing-Programme, Chats, MUDs, Online-Spiele und
so weiter habe ich nicht in mein empirisches Material aufgenommen. Ich habe mich
weiters entschieden, beispielsweise Websites von Zeitungen und Zeitschriften,
die sich nicht explizit mit Geschichte beschäftigen, auszusparen. So habe ich
rund 370 österreichische Sites/Seiten gefunden, die den unterschiedlichsten institutionellen
und qualitativen Rahmenbedingungen entspringen sowie die verschiedensten Themen
behandeln.
Zweitens habe ich mich in der Arbeit auf die österreichischen Websites zu Nationalsozialismus
und Holocaust konzentriert und eine Analyse von neun ausgewählten Beispielen vorgenommen.
Dabei habe ich die Untersuchungsobjekte nach medientheoretischen, inhaltlichen
und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen untersucht.3
Ausgangsbasis I - Die Begriffe
Eingangs stellte ich die Frage, ob bei Websites überhaupt von Gedächtnisorten
oder Erinnerungsorten gesprochen werden kann: Jan Assmann definiert einen Gedächtnisort
als einen geographischen Raum, der semiotisiert wird.4
Dabei ist zu beachten, dass diese Bindung an den geographischen Raum nicht das
Charakteristische eines Gedächtnisortes ist, sondern die Semiotisierung - die
Aufladung eines Ortes mit für ein kollektives Gedächtnis wichtigen Symbolen. Es
bedarf keines besonders geschulten Auges und keiner aufwendigen Analyse, dass
die semiotische Aufladung von Websites offensichtlich wird. Bei der Analyse wurde
deutlich, dass die ProduzentInnen eine Vielzahl von bildlichen wie auch sprachlichen
Symbolen verwenden.
Zweites Element eines Gedächtnisortes, wie ihn Assmann definierte, ist die geographische
Komponente. Auch wenn es praktisch relativ schwierig ist, so kann das Internet
technisch mit seinen Knotenpunkten, Servern, Hosts und UserInnen im geographischen
Raum klar verortet werden. Bei dementsprechenden Anstrengungen können auch die
Wege der Datenpakete über den Globus hinweg verfolgt werden. Die geographische
Verortung einer Website beziehungsweise ihrer Darstellung am Bildschirm ist zwar
schwierig, jedoch mit Hilfe eines hohen Maßes an Abstraktionsfähigkeit möglich.
Es ist also berechtigt, nach dem heuristischen Prinzip den Begriff "Gedächtnisort"
auf Websites, aber auch auf das Internet als Gesamtes anzuwenden.
Schwieriger wird dies beim Terminus "Erinnerungsort": Etienne Francois und Hagen
Schulze definieren diesen als "[...] generationenüberdauernde Kristallisationspunkte
kollektiver Erinnerung und Identität, die in gesellschaftliche, kulturelle und
politische Üblichkeiten eingebunden sind und die sich in dem Maße verändern, in
dem sich die Weise ihrer Wahrnehmung, Aneignung, Anwendung und Übertragung [...]"
wandelt.5 Bei dieser Begriffsbestimmung
sticht ein Teil besonders heraus: "generationenüberdauernde Kristallisationspunkte
kollektiver Erinnerung und Identität". Demnach ist jedoch klar, dass einzelne
Websites bei dementsprechender zeitlicher Dauer und Relevanz für Erinnerung und
Identität von Kollektiven zu "Erinnerungsorten" werden können. Ein sehr gutes
Beispiel dafür ist die Website "holocaust.at", die als eines der ersten Cyber-Denkmäler
bezeichnet werden kann.6 Das Internet
als Gesamtes jedoch, mit seiner permanenten Veränderung und Aktualisierung, als
Ort des Verschwindens und Auftauchens ohne Fixpunkt, kann meines Erachtens nicht
als "Erinnerungsort" bezeichnet werden.
Ausgangsbasis II - Die Thesen
Nun möchte ich zu den Hypothesen zu Erinnerungskulturen im Internet kommen. Grundsätzlich
verstehe ich unter Erinnerungskulturen die Charakterisierung, die Muster und die
Ausformung der Darstellung des Erinnerten und der dafür verwendeten Erzählungen.
In meinem Fall wende ich diese Untersuchung der Erinnerungskulturen auf Websites
an: Dies umfasst also semiotische, ästhetische, rhetorische, inhaltliche und erinnerungsrelevante
Aspekte.
Die erste der Hypothesen - die Symmetrie-These - geht davon aus, dass
die Erinnerungskulturen, die im Cyberspace von den ProduzentInnen der Websites
verwendet werden, lediglich eine Spiegelung von im scheinbar "materiellen" Raum
vorhandenen Elementen sind. Diese Elemente gründen sich auf eine lange zeitliche
Tradition, die ohne besonderen Bruch in das Internet übertragen, gespiegelt werden.
Das heißt, die für die Erinnerung an den Holocaust und den Nationalsozialismus
wesentlichen Symbole und Erzählungen werden im Internet abgebildet; die Strukturen
der Erinnerung wurden und werden noch immer so stark im "materiellen" Raum geprägt,
dass noch keine eigenständigen Kategorien entstanden sind.
Als Autodeterminations-These habe ich die zweite Untersuchungsgrundlage
bezeichnet. Diese geht von einer abgekapselten Entwicklung im Cyberspace aus:
sowohl was die Erzählungen selbst als auch was die Umstände (Struktur, Charakteristika,
Semiotik ...) dieser Erzählungen betrifft. Die Besonderheiten des Internets -
wie Hypertextualität, Konnektivität, Multimedialität, Globalität und so weiter
- schaffen in Zusammenhang mit der stark evolutionären Ausprägung dieses Raumes,
durch Millionen über den Globus verteilte TeilnehmerInnen, völlig unabhängige
und losgelöste Erinnerungskulturen.
Dass diese beiden Extrempositionen nicht haltbar sind, war relativ schnell klar;
deshalb suchte ich einen Ausweg aus diesem Gegensatzpaar. Gefunden habe ich ihn
im Hybrid-Begriff, wie ihn Irmela Schneider in einem Beitrag zu dieser
Debatte formulierte: "Hybridizität bildet sich in der postmodernen Gesellschaft
- so eine These von William Bergquist - durch die Kombination von prämodernen
und modernen Organisationsformen."7
Am Ende ihrer Arbeit konkretisiert sie noch einmal: "Die Logik des Sowohl-als-auch,
die in Diskursen des Hybriden verfolgt wird, verweist auf eine zentrale Entwicklung
der letzten Jahre, über deren Folgen viel spekuliert wird: Unterscheidungen und
Trennungen, die bis dato gültig waren, verlieren zunehmend an Gültigkeit."8
Mit der "Logik des Sowohl-als-auch" sind also die beiden Thesen miteinander
verbindbar und im Rahmen der Analyse anwendbar. Prämoderne und moderne Kulturen
der Erinnerung vereinen sich im Cyberspace zu einer eigenständigen Form. Die beiden
Thesen habe ich trotzdem aufrechterhalten, dienten sie in dieser Funktion vor
allem dem Aufzeigen von Unterschieden und Gemeinsamkeiten, von Brüchen und Kontinuitäten
zwischen Cyberspace und "materiellem" Raum. Diese Unterschiede weisen aber einen
fließenden Übergang auf, der keine sichtbaren und klaren Grenzen hat.
So wurde im Rahmen der Analysen deutlich, dass weder reine Symmetrie noch völlige
Autodetermination in der Charakterisierung der Erinnerungskulturen anzufinden
sind. Viele Strukturen, Symbole, Darstellungsformen und Ästhetiken orientieren
sich ganz klar an traditionellen, im "materiellen" Raum geprägten Mustern. Sie
werden jedoch in den Cyberspace übernommen und erfahren im Kontext des Internets
- wie die Hypertextualität, die Konnektivität und die vereinfachte Multimedialität
als autodeterminative Elemente - eine neue Prägung. Wie nun einige wesentliche
Charakteristika dieser Erinnerungskulturen aussehen, möchte ich im Folgenden kurz
zusammenfassen:
Die Charakteristika
Das Internet unterstützt die
Regionalisierung, die regionale Verortung von "großen", von zu großen Themen.
Nahezu alle untersuchten Websites verorten den Holocaust in einem regionalen
Kontext. Durch diese Stärkung der regionalen Komponente, wie sie auch von
Stuart Hall als eine Auswirkung der Globalisierung festgestellt wurde, kann
der Holocaust besser vermittelt werden.9
Die institutionelle und finanzielle
Unabhängigkeit sowie die verhältnismäßig einfache Produktion und Wartung von
Online-Publikationen fördert die Präsentation von "alternativen" Vergangenheitsinterpretationen
- ob dies nun künstlerische Vergangenheitsinterpretationen mit einem klaren
gesellschaftskritischen Zugang sind oder an Verschwörungstheorien orientierte
sowie an Revisionismus grenzende Interpretationen der Geschichte. Das Internet
bietet diesen Interpretationen und Erzählungen von Geschichte(n) einen zusätzlichen
Raum, waren sie doch auch schon früher möglich - zum Beispiel im Rahmen von
kleineren Verlagen oder zivilgesellschaftlichen Organisationen.
Websites werden mit überwiegend
symmetrischer Symbolik des "materiellen" Raumes aufgeladen. Die Semiotik
orientiert sich in ihrer überwiegenden Zahl also nicht an der für die Computerisierung
charakteristischen - dabei ist die von Apple erfundene und von Microsoft
mit Windows übernommene "benutzerfreundliche Symbolbedienungsoberfläche"
gemeint -, sondern wird mit Hilfe von Fotos und Abbildungen in den Cyberspace
gespiegelt.
Das Internet ermöglicht die räumliche
und zeitliche Ausweitung der Kommunikation, bei gleichzeitiger Gebundenheit
von Raum und Zeit. Ausstellungen und einmalige Veranstaltungen können im Rahmen
einer Website dokumentiert und zumindest mittelfristig gespeichert werden.
Dabei ist jedoch zu betonen, dass das Internet zur langfristigen und statischen
Speicherung aufgrund der Kurzlebigkeit von Soft- und Hardware nicht taugt;
zumindest so lange nicht taugt, bis eine soft- und hardwareunabhängige Programmiersprache
entwickelt wird - die Entwicklung einer solchen wird zwar angestrebt, ob
sie sich durchsetzt ist jedoch eine andere Frage, hat sich doch auch Esperanto
beispielsweise nicht durchgesetzt. In diesem Kontext können die Internationalisierung
und Globalität des Cyberspace als wichtiger Beitrag zur räumlichen und zeitlichen
Ausweitung interpretiert werden.
Neben der Hypertextualität und
Konnektivität ist ein weiteres zentrales Element des Internets die Multimedialität.
Diese kann, muss aber nicht, zu einer Vereinfachung von komplexen Ereignissen
- wie es der Holocaust zweifelsohne ist - führen. Vorteil dieser Entwicklung
ist, dass die Veranschaulichung des historischen Ereignisses erleichtert und
auf die unterschiedlichen Rezeptionsansprüche eingegangen werden kann. Nachteil
dieser Tendenz ist die Simplifizierung und im schlechtesten Fall die Verkürzung
oder sogar Relativierung des Holocaust. Solchen Entwicklungen muss auf jeden
Fall in Online-Publikationen entgegnet werden, was durch die Partizipation
der Wissenschaft und zivilgesellschaftlicher Organisationen am Online-Diskurs
möglich ist - womit dem Wechselspiel zwischen "history" und "heritage"
nachgekommen wird.10
Ein Ziel der Arbeit war es, herauszufinden,
ob Holocaust und Nationalsozialismus auf Websites in die österreichische Geschichte/Erinnerung
integriert werden oder ob die Verantwortung auf Deutschland abgewälzt wird.11
Alle in der Detailanalyse untersuchten Sites verorteten den Nationalsozialismus
und den Holocaust klar im österreichischen Gedächtnis. Meist wurde dies über
den "Umweg" regionaler oder lokaler Erzählungen erreicht. Häufig wird mit
Hilfe von aktuellen Bezügen das historische Ereignis aus der zeitlichen Fixierung
herausgerissen und in der Gegenwart eingeordnet.
So werden beispielsweise im Rahmen der Sites der "Rückgabestelle Salzburg"12
oder "judenpogrom.at"13 die
Orte der "Arisierung" und Verfolgung von jüdischen BewohnerInnen der Städte
Salzburg und Innsbruck in der Gegenwart visualisiert. Das damals geschehene
Unrecht und die nicht erfolgte "Wiedergutmachung" werden so im "kommunikativen
Gedächtnis" reaktualisiert - eine zweifelsohne wichtige Funktion, da bald
ein Großteil der ZeitzeugInnen dem "kommunikativen Gedächtnis" entrissen
sein wird. Mit Hilfe dieser regionalen und aktualisierten Erzählungen wird
größere zeitliche und emotionelle Nähe der RezipientInnen provoziert.
Das Besondere von Websites ist, dass die Erzählungen nicht nur auf lokaler
Ebene diskutiert werden können, sondern im globalen Cyberspace Menschen aus
den unterschiedlichsten Teilen der Erde zugänglich wird. Dies unterstützt
die Tendenz, dass der Holocaust zur globalen Metapher des "Nie-wieder" wird.
Daniel Levy und Natan Sznaider haben dies in ihrem Buch "Erinnerung im globalen
Zeitalter: Der Holocaust" mit Begriffen wie Kosmopolitisierung und Musealisierung
umschrieben. Sie arbeiten in dieser Arbeit sehr deutlich heraus, dass diese
Entwicklung nicht erst mit dem Internet begonnen hat, sondern schon im Laufe
der 80er Jahre einsetzte und sich durch Filme wie "Schindlers Liste" und
andere "Medienereignisse" verstärkte. Das führte zu folgendem Prozess: "Die
nationale Katastrophe des Holocaust wird aus ihrem historischen Kontext gelöst
und unter globalen Voraussetzungen neu formuliert."14
Das Internet unterstützt in diesem Rahmen lediglich den globalen Diskurs.
Es stellt sich mir nun die Frage, ob
die Erinnerung an Nationalsozialismus und Holocaust in Österreich in eine neue
Phase eintritt: Folgt nun, nach der Phase des kollektiven Opferstatus und der
Auslagerung der NS-Zeit auf Deutschland, die von jener der breiten Akzeptanz der
Mittäter-These abgelöst wurde, die Globalisierung der Erinnerung an den Holocaust
auch in Österreich? Wird es in dieser Phase zu neuerlichem Relativieren bis hin
zu Revisionismus führen oder auch in unserem Land zur Etablierung der globalen
Metapher des "Nie-wieder" beitragen? Das Internet, mit seinen globalen Orten
der Kommunikation, ist Akzelerator und ein weiterer Repräsentationsraum dieser
"neuen" Erinnerung des Holocaust. Welche Ausformungen im Detail diese Erinnerungskulturen
in Zukunft noch annehmen werden, bleibt vorerst noch offen.
1
Dieser Beitrag beruht auf einem Vortrag, der am 6. Österreichischen Zeitgeschichtetag
in Salzburg "kunst - kommunikation - macht" vom 28. 9. - 1. 10. 2003 gehalten
wurde. Die Endfassung des Textes wird im Tagungsband im Studienverlag Innsbruck
erscheinen. Dabei stütze ich mich auf meine Dissertation, die im Laufe der
beiden letzten Jahre entstanden ist: Wolfram Dornik, Zeitgeschichte und Internet.
Anmerkungen zur Konstruktion von Erinnerungskulturen auf österreichischen
Websites zu Nationalsozialismus und Holocaust, phil. Diss. Graz 2003.
2
Vgl.: Dan Diner (Hg.), Zivilisationsbruch. Denken nach Auschwitz, Frankfurt
am Main 1988.
3
Für weitere methodische und inhaltliche Aspekte zu meiner Dissertation möchte
ich auf meine Website "zeit-ge-schichte-n": <http://www.zeit-ge-schichte-n.net>,
24.10.2003 (2003), und die Arbeit selbst verweisen: Dornik, Zeitgeschichte
und Internet (wie Anm. 1).
4
Vgl.: Jan Assmann, Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische
Identität in frühen Hochkulturen, München 1992, 60.
5
Vgl.: Etienne Francois/Hagen Schulze (Hg.), Deutsche Erinnerungsorte I, München
2001, 18.
7Irmela Schneider, Von der Vielsprachigkeit
zur "Kunst der Hybridation". Diskurse des Hybriden, in: Irmela Schneider/Christian
W. Thomsen (Hg.), Hybridkultur. Medien - Netze - Künste, Köln 1997, 13-63,
13.
9
Vgl.: Stuart Hall, Kulturelle Identität und Globalisierung, in: Karl H. Hörning/Rainer
Winter (Hg.), Widerspenstige Kulturen, Frankfurt am Main 1997, 393-441.
10
Vgl.: David Lowenthal, "History" und "heritage". Widerstreitende und konvergente
Formen der Vergangenheitsbetrachtung, in: Rosemarie Beier (Hg.), Geschichtskultur
in der Zweiten Moderne, Frankfurt am Main New York 2001, 71-94.
11
Die Literatur ist dazu sehr breit; einige Beispiele: Thomas Albrich, Holocaust
und Schuldabwehr. Vom Judenmord zum kollektiven Opferstatus, in: Rolf Steininger/Michael
Gehler (Hg.), Österreich im 20. Jahrhundert. Studienbuch in 2 Bänden (Band
2), Wien - Köln - Weimar 1997, 39-106. Gerhard Botz, Geschichte und kollektives
Gedächtnis in der Zweiten Republik. "Opferthese", "Lebenslüge" und "Geschichtstabu"
in der Zeitgeschichtsschreibung, in: Wolfgang Kos/Georg Rigele (Hg.), Inventur
45/55, Österreich im ersten Jahrzehnt der Zweiten Republik, Wien 1996, 51-85.
Heidemarie Uhl, Zwischen Versöhnung und Verstörung. Eine Kontroverse um Österreichs
historische Identität fünfzig Jahre nach dem "Anschluss" (Böhlaus Zeitgeschichtliche
Bibliothek 17), Wien - Köln - Weimar 1992.