eForum zeitGeschichte 3/4 2001
5. Österreichischer Zeitgeschichtetag 2001
4. - 6. Oktober 2001 in Klagenfurt
Demokratie
- Zivilgesellschaft - Menschenrechte
ein Kommentar
von Werner Suppanz
Einen "Rückblick
auf die großen Verheißungen und die großen Niederlagen der Weltgesellschaft
im 20. Jahrhundert" durch ZeithistorikerInnen aus dem In- und Ausland versprach
die Ankündigung des 5. Österreichischen Zeitgeschichtetags 2001 in Klagenfurt.
Nicht nur der Rückblick auf das 20. Jahrhundert, sondern auch die weltpolitische
Situation seit den Terroranschlägen am 11. September 2001 in Washington und
New York und selbstverständlich auch die aktuellen Debatten in Österreich
über die Konsequenzen des Regierungsantritts der "schwarz-blauen Koalition"
lassen das Generalthema "Demokratie - Zivilgesellschaft - Menschenrechte"
als äußerst aktuell erscheinen. Daher ist der Feststellung zuzustimmen: "Sie
(= die Ideen der Demokratie und Menschenrechte, W.S.) auf ihre aktuelle Relevanz
zu prüfen, in der wissenschaftlichen Tradition und im kollektiven Bewusstsein
wiederaufzuspüren, ist eine nicht zu unterschätzende gesellschaftliche Funktion
zeitgeschichtlicher Arbeit." Man könnte es als ein Thema werten, das einer
Zeitgeschichteforschung ansteht, die am Puls der Zeit sein will.
Zudem ließ die Kooperation der Universitäten von Klagenfurt, Ljubljana und
Trieste eine Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte eines geographischen
Raums erwarten, der von einem Spannungsverhältnis von Krisen und Konflikten
einerseits, politischen, ökonomischen und kulturellen Interdependenzen andererseits
bestimmt war und wohl auch noch ist.